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Dienstag, 29. Oktober 2013

CFP: Sammelband/Streitschrift mit Beiträgen von Autoren, Lektoren und Wissenschaftlern


Call For Paper - Call For Participation

Titel: 
Belanglose Ästhetik – Ästhetik des Belanglosen – Belanglosigkeit der Ästhetik

Untertitel: 
Autoren, Lektoren und Wissenschaftler über das moderne Erzählen oder 
eine Bestandaufnahme der Gegenwartsliteratur 

Leitgedanke: 
Haben moderne Autoren wie Kehlmann, Stamm, Hermann, Franck oder Timm noch etwas zu sagen? Oder driften ihre Inhalte in die Belanglosigkeit ab?


Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit jungen, deutschsprachigen Autoren. Mein Interesse gilt vor allem Daniel Kehlmann, Peter Stamm, Judith Hermann und Julia Franck. Aber auch Juli Zeh, Uwe Timm, Tanja Dückers, Ferdinand von Schirach u.a. könnten in den Mittelpunkt einer Untersuchung rücken, die nach dem fragt, was heutzutage moderne junge deutschsprachige Autoren in ihren Texten noch wirklich zu sagen haben. Welche Botschaften möchten sie mit ihrer Literatur vermitteln? Dabei ist streng zwischen dem Äußeren, der Aufmachung, dem Schreibstil, der oft entweder gefällig und angenehm oder hochgradig anspruchsvoll und verwirrend ist, und dem Inhalt zu unterscheiden, denn die Inhalte driften meines Erachtens in den letzten Jahren immer mehr in Belangloses ab. Es wird über derart Profanes geschrieben, allerdings auf einem sehr hohen Niveau und durchaus ästhetisch, dass das einfach auffallen muss. Ist dies eine neue Richtung der Literatur, eine „belanglose Ästhetik gewissermaßen? Ist es ein philosophisches Phänomen, dass dort unterschwellig zu Tage treten will und das man mit einer „Ästhetik des Belanglosen“ überschreiben könnte? Oder führt die Ästhetik sich selbst als belanglos ad absurdum; müssen wir eine „Belanglosigkeit der Ästhetik“ für unsere Zeit beschreiben?

Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, sollen drei Berufsgruppen in diesem Sammelband zu Wort kommen und ihre jeweilige Position vertreten dürfen. Es sind dies erstens natürlich die Autoren der Texte selbst, die damit eine Möglichkeit zur Selbstreflexion und Erklärung des eigenen Schaffens erhalten. Zweitens sollen aber auch hier einmal die Verlagslektoren zu Wort kommen, die in der Regel ein neues Werk eine gewisse Wegstrecke über betreuen und auch darüber entscheiden, warum gerade dieser Text und nicht ein anderer veröffentlicht wird. Welches sind deren Kriterien, und welche Anforderungen stellen sie an moderne Literatur? Drittens und letztens sollen natürlich auch die Wissenschaftler zu Wort kommen – vorwiegend natürlich Literaturwissenschaftler, aber auch alle anderen Disziplinen, die sich berufen fühlen, sind herzlich eingeladen –, die sich mit dem Endprodukt, sobald es auf dem Markt ist, auseinanderzusetzen haben. Eventuell sollten einige (kritische) Leserstimmen den Band abrunden.

Geplant sind Beiträge zu folgenden Themengebieten (Ergänzungen sind immer möglich):

Verlag: 
Einen Verlag, der den Sammelband/die Streitschrift herausbringen soll, habe ich bisher nicht gefunden. Aber ich befinde mich derzeit noch in der Planungsphase.
 
Sponsoren:
Sponsoren sind ebenfalls noch keine vorhanden, hier wäre ich für Hinweise und entsprechende Anregungen ebenfalls sehr dankbar. Ausschließen möchte ich aber ausdrücklich eine Buchproduktion über BoD, im Selbstverlag oder auf sonstige unseriöse Art und Weise.

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