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Mittwoch, 16. Januar 2013

Pohl liest Jason Dark (Pantheon, Bonn)

Gerd J. Pohl

Gestern Abend war ich mit einer guten Freundin in Bonn im Pantheon-Theater. Dort fand eine Lesung statt. Gerd J. Pohl las aus dem brandneuen Geisterjäger-John-Sinclair-Roman Nr. 1801 mit den Titel "Die lebenden Puppen des Gerald Pole" von Jason Dark vor. In dem Roman geht es um einen Puppenspieler, dessen sehnlichster Wunsch, den leibhaftigen Teufel zu treffen, auf unheimliche Art und Weise in Erfüllung geht. Der Teufel geht einen Pakt mit Pole ein und erweckt dessen Puppen - Pole ist Puppenspieler von Beruf - zu unnatürlichem Leben. Dies dient allerdings nur einem Zweck, nämlich dem Geisterjäger John Sinclair den Garaus zu machen.

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Man kann sich sicher denken, dass die Namensähnlichkeit zwischen dem Lektor Pohl und der düsteren Hauptfigur des Romans Pole nicht zufällig ist. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass beide, Pohl und sein literarisches alter ego Pole, von Beruf Puppenspieler sind. So betreibt Gerd J. Pohl in Bergisch-Gladbach ein Puppentheater und als sich der Puppenspieler und der Autor Jason Dark, der mit bürgerlichem Namen Helmut Rellergerd heißt, treffen, entsteht aus diesem Kennen lernen der Roman, der Gegenstand des Abends war.

Gerd J. Pohl liest Jason Dark

Jason Dark war persönlich zugegen; begleitet wurde der sympathische Autor von seiner Frau und seinem Sohn Matthias. Pohl stellte kurz die Fakten dieses außergewöhnlichen Autorenlebens vor: 1973 erfand Rellergerd den Geisterjäger John Sinclair, der zunächst im Rahmen der "Gespensterkrimi"-Heftroman-Reihe des Bastei-Verlags erschien, bis er dann 1978 eine eigene Heftromanreihe erhielt. 1801 Heftromane, 312 Taschenbücher und einige Hardcover-Bände umfasst die Serie bisher. So ist 2013 gewissermaßen ein doppeltes Jubiläumsjahr, 35 Jahre die eigenständige Serie und 40 Jahre (im Sommer) John Sinclair. 

 

In dieser langen Zeit hat es einige Bestrebungen gegeben, mehr daraus zu machen. So publizierte relativ früh in den 1980ziger Jahren das Tonstudio Braun 107 Folgen einer Hörspielreihe in Tonband-Kassettenform. Es folgten einige Verfilmungen (Die Dämonenhochzeit (1997), Geisterjäger John Sinclair - Die TV-Serie (2000)), die aber wenig erfolgreich waren. Ab dem Jahr 2000 schuf das Kölner Label WortArt eine neue Reihe von John Sinclair Hörspielen, die aktuell bei Nr. 78 angelangt ist und sich anhaltender Beliebtheit erfreut.

Gerd J. Pohl interviewt Jason Dark

Im Anschluss an die mit einer Dauer von etwas über anderthalb Stunden doch recht lange Lesung, bat Pohl den verehrten Autor noch einmal zu einem kurzen Interview auf die Bühne, das der "Mann der 2000 Romane", der am 25. Januar 68 Jahre alt wird, mit professioneller Weltgewandheit, gewitzt und charmant meisterte.

Die Zuhörerschaft war klein, zirka zwanzig Personen, dennoch aber kann ich sagen, ich war dabei, ich habe ihn kennen lernen dürfen. Und nicht nur ich! Waren meine Bekannte und ich schon aus dem Westerwald gekommen (zirka eine Stunde Anfahrtszeit), so toppte das natürlich eine Frau, die extra aus Kassel (!) angereist war. Er hat mir bei der anschließenden Autogrammstunde auch eine nette Widmung in meine Ausgabe von "Die Rückkehr des schwarzen Tods" geschrieben, was mir das Buch nun doppelt wertvoll macht, da es obendrein noch eine Erstausgabe ist.

Widmung von Jason Dark (15.01.2013)

Summa summarum: Ein toller Abend, eine schöne Lesung. Gerne mehr davon!

P.S.: Hier geht es zum Artikel von Hagen Haas im Bonner Generalanzeiger!
P.S.2: Hier geht es zur Rezension in der Bergischen Landeszeitung!

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